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 NOAH-Studie: Herceptin verbessert ereignisfreies Überleben.. 
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Beitrag NOAH-Studie: Herceptin verbessert ereignisfreies Überleben..
Zitat:
Herceptin verbessert ereignisfreies Überleben bei Frauen mit aggressivem Brustkrebs



Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem HER2-positivem oder entzündlichem Brustkrebs sollte neben der Chemotherapie zusätzlich das Medikament Herceptin (Trastuzumab) verabreicht werden. Dies folgert ein aktueller Artikel, verfasst von Dr. Luca Gianni von der Fondazione IRCCS Istituto Nazionale dei Tumori in Mailand sowie Kollegen.

Diese neue Forschung konzentriert sich insbesondere auf die Wirkungen des Herceptins auf lokal fortgeschrittene und entzündliche Brustkrebserkrankungen. Die lokal fortgeschrittenen Brustkrebserkrankungen tragen mit 6 bis 10 Prozent zu den Brustkrebsneuerkrankungen bei und haben eine schlechtere Prognose als frühzeitig operierbare Erkrankungen. Patienten mit lokal fortgeschrittenen Karzinomen haben allerdings bessere Perspektiven als jene mit Fernmetastasen. Entzündlicher Brustkrebs ist ein seltener klinischer und pathologischer Subtyp, der einen aggressiven Verlauf nimmt und eine systematische Therapie erfordert, selbst wenn er nur lokal begrenzt erscheint.

Die Verstärkung oder Überexpression, oder auch beides, des menschlichen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors 2 (HER2 oder auch ErbB2) findet sich bei etwa 22 Prozent der frühen Brustkrebserkrankungen, bei 35 Prozent der lokal fortgeschrittenen und metastasierenden Tumore wie auch bei 40 Prozent der entzündlichen Brustkrebserkrankungen. Die Störung ist mit einem aggressiven Krankheitsverlauf und schlechter Prognose verknüpft. Patientinnen mit lokal fortgeschrittenen HER2-positiven oder entzündlichen Brustkrebserkrankungen benötigen daher im Besonderen eine wirksame Therapie. In dieser Studie untersuchten die Autoren das ereignisfreie Überleben bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem HER2-positivem oder entzündlichem Brustkrebs, die eine neoadjuvante Chemotherapie mit oder ohne Herceptin erhielten.

Die Autoren verglichen bei Frauen mit lokal fortgeschrittenem HER2-positivem oder entzündlichem Brustkrebs die einjährige Behandlung mit Herceptin (gegeben als Neoadjuvant und adjuvante Therapie; n=117 ) mit der Behandlung ohne dieses Medikament (n=118). Die Patientinnen wurden nach einem neoadjuvanten Chemotherapieschema behandelt, das Doxorubicin, Paclitaxel, Cyclophosphamid, Methotrexat und Fluorouracil beinhaltete. Eine Parallelkohorte von 99 Patienten mit HER2-negativen Krebserkrankungen wurde integriert und nach dem gleichen Chemotherapieschema behandelt. Primärer Endpunkt war das ereignisfreie Überleben.

Herceptin konnte das ereignisfreie Überleben von Patienten mit HER2-positivem Brustkrebs signifikant verbessern (3 Jahre ereignisfreies Überleben, 71 Prozent mit Herceptin, 56 Prozent ohne). Das Medikament zeigte sich gut verträglich, und trotz der gleichzeitigen Verabreichung von Doxorubicin entwickelten nur 2 Patienten (2 Prozent) symptomatisches Herzversagen. Beide sprachen jedoch auf Herzmedikamente an.

Die Autoren folgern: "Die zusätzliche Gabe von neoadjuvantem und adjuvantem Trastuzumab (Herceptin) neben einer neoadjuvanten Therapie sollte bei Frauen mit lokal fortgeschrittenem HER2-positivem oder entzündlichem Brustkrebs in Betracht gezogen werden, um ereignisfreies Überleben, Überleben generell, sowie klinische und pathologische Tumorreaktionen zu verbessern."

In einem begleitenden Kommentar bemerken Dr. Melanie D. Seal und Dr. Stephen K. Chia von der Division of Medical Oncology der British Columbia Cancer Agency im kanadischen Vancouver: "Nahezu alle neuen systemischen Substanzen, die unter dem Aspekt Krebs untersucht werden, sind zielgerichtete Wirkstoffe. Das Verstehen des Ziels, wie auch der nachgeschalteten und überflüssigen Wirkungen ist von wesentlicher Bedeutung, wenn wir uns tatsächlich auf eine personenbezogene Medizin zu bewegen wollen. Studien zu Adjuvantien erfordern Tausende von Frauen, um einen Nutzen hinsichtlich des Überlebens zu zeigen, was mit hohen Kosten und häufig langfristigen Nachbeobachtungen verbunden ist. Studien wie NOAH erläutern den Nutzen und das Potenzial neoadjuvanter Studien und sollten die Dogmen unserer gegenwärtigen Strategien in therapeutischen Studien zu Brustkrebserkrankungen im Frühstadium herausfordern."

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Sa, 30. Jan 2010 17:36
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