|
Aktuelle Zeit: Fr, 12. Mär 2010 18:39
|
Unbeantwortete Themen | Aktive Themen
TV heute - Der Knoten in meiner Brust
|
|
| Autor |
Nachricht |
|
Oona
Mitglied
Registriert: Mi, 04. Nov 2009 01:32 Beiträge: 37 Wohnort: NRW
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
Hallo! Ich habe den Bericht auch gesehen und hatte ehrlich gesagt auch meine Probleme damit, dass da so völlig ohne jede Kommentierung, dass es auch anders sein kann, eine Patientin dargestellt wurde, die die Therapie mal so eben nebenbei neben Job und zweitem Studium „durchzieht“. Das mag für diese Frau so völlig in Ordnung sein, und es ist auch toll, wenn sie es so hinkriegt und das ihr Weg ist, damit umzugehen. Regina hat geschrieben: Funktionsfähig? Warum nicht? Ja! Aber was mir die ganze Zeit dabei durch den Kopf ging, war: was müssen jetzt eigentlich die Arbeitgeber und Kollegen von Frauen, bei denen es anders ist, denken, wenn sie das sehen? Durch eine solche Reportage mit einer derartig einseitigen Darstellung – ohne jeden Hinweis darauf, dass es auch anders sein kann – laufen doch Frauen, die in der Zeit nicht arbeiten (können), Gefahr, dass man sie für Simulantinnen hält, die sich nur einfach „anstellen“. Man hat doch jetzt gesehen, wie es geht: Da setzt man sich eben eine Perücke auf, damit keiner was merkt, und schon ist die Welt in Ordnung. Nachdenkliche Grüße, Oona
|
| Fr, 29. Jan 2010 22:51 |
|
 |
|
sunshine
Mitglied
Registriert: Fr, 19. Jun 2009 00:41 Beiträge: 651 Wohnort: Bielefeld
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
Liebe Oona, liebe Monika,
Ihr habt mir aus der Seele gesprochen! Genau das hat mich an der Auswahl dieser beiden Frauen gestört.
_________________ alles Liebe, sunshine
|
| Sa, 30. Jan 2010 00:57 |
|
 |
|
Sandra72
Mitglied
Registriert: Sa, 02. Jan 2010 21:04 Beiträge: 8 Wohnort: Baden Württemberg
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
Hallo zusammen! Ich hab die Sendung auch verpasst, mir allerdings den Podcast mittlerweile angeschaut (ist hier zu finden: http://www.wdr.de/tv/menschenhautnah/vi ... um=podcast). Wie viele hier finde ich auch, daß die Auswahl der Protagonistinnen nicht so geglückt war. Meiner Meinung nach wird hier kein wirklich realistisches Bild eines Brustkrebsverlaufs vermittelt. Zum einen ists sicherlich so, daß man in 45 Minuten nicht sooo sehr ins Detail gehen kann, wie es dem Thema zustehen würde. Daß allerdings diese beiden "Extreme" als quasi DIE Brustkrebskranken ausgewählt wurden, find ich nicht so toll. Ich vermisse z.B. die (vielleicht sogar alleinerziehende) Mutter, die ihr Leben wuppen muß (Haushalt, Kinder, Chemo, Finanzielles,...). Oder die Frau, die eben NICHT in der Lage ist, zu arbeiten. Oder die vielleicht auch längerfristige Therapien wie AHT o.ä. vor sich hat. Beide Frauen vertraten den Standpunkt, daß ja mit der Chemo (oder auch nur Bestrahlung) alles vorbei ist. Und mitkriegen solls ja auch mal niemand! Aber mal ehrlich: WER kriegt das schon so hin?? Ich muß dazu sagen, daß ich selbst zu den Frauen gehöre, die die Chemo ohne Übelkeit hinter sich gebracht haben; ja, sogar arbeiten war hier und da mal drin! Aber ich weiß, daß das nicht bei jedem so läuft. Denn selbst wenn einem die Übelkeit erspart bleibt, muß das noch lange nicht heißen, daß man dann die Kraft hat, jeden Tag zur Arbeit zu gehen. Diese "Vogel-Strauß-Taktik" halte ich auch für keine gute Lösung. Ganz im Gegenteil: ich habe die Erfahrung gemacht, daß es besser ist, offen mit der Krankheit umzugehen. Ich hätte das nicht auf Biegen und Brechen verheimlichen wollen und auch nicht verheimlichen können, da ja irgendwann jeder meiner Freunde/Kollegen irgendwie gemerkt hätte, daß da was nicht stimmt. Ist natürlich nur dann ein "Problem", wenn man Freunde hat. Die Sache mit dem Schlange stehen für die Chemo hab ich so auch noch NIE gesehen oder gehört! Und daß die ältere Dame so gar keine Ahnung von ihrer Krankheit hatte, kann man schlecht einem Arzt vorwerfen...- die Frau wollts ja gar nicht wissen. Trotzdem war sie irgendwie ständig überfordert und der Ansicht, daß ihr ja keiner was erklären würd... Der Film schlägt in meinen Augen in dieselbe Kerbe wie die S.v.d.V. , Frau Pielhau oder Frau Simonis. Diese Frauen machen Krebs in der Tat zu einer "Light-Krankheit". Und das nur, weil sie die Krankheit niemals so erleben werden wie der "Otto-Normal-Krebspatient". Aber wenn dem Volk nur die ach so tapferen Patientinnen vorgeführt werden, die das Ganze ja mit links hinter sich gebracht haben (und viel Vitamin B, erheblichen finanziellen Mitteln, ...), dann darf man sich nicht wundern, wenn Krebs weiterhin ein Tabu-Thema bleibt und der Krebspatient als "Jammerlappen" abgestempelt wird, wenn er nicht funktioniert wie früher. Habe der Redakteurin eine E-Mail geschrieben und bin gespannt, ob sie sich dazu äußern wird. Liebe Grüße an Euch alle, Sandra.
|
| Sa, 30. Jan 2010 05:01 |
|
 |
|
carmen
Mitglied
Registriert: Sa, 08. Dez 2007 10:08 Beiträge: 82 Wohnort: Sachsen
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
Ich hab mir die Sendung gerade angesehen, da ich durch eure interessante Diskussion doch neugierig geworden bin. Die Sendezeit war für mich als arbeitende „Betroffene“ viel zu spät, um diese Zeit horche ich längst an der Matratze. Bin nach der ganzen Therapie immer noch so was von müde. Ja und dann sehe ich so eine „Powerfrau“ die während der Chemo und Bestrahlung arbeitet. Ein kurzer Abschnitt als sie im Bett lag und dann geht’s im Alltag weiter. Ich habe überhaupt nichts gebacken bekommen während der Chemo. Hätte nicht arbeiten können im Büro. Ehrlich, mir war das Risiko auch zu hoch bei den niedrigen Leukos. Ich fürchte, Frauen die am Beginn der Behandlung stehen und solche Beiträge sehen, werden versuchen, sich an den Powerfrauen ein Beispiel zu nehmen und sich so überfordern. Was es bedeutet sich während der Chemo mehr zuzumuten als der Körper leisten kann, brauch ich euch sicherlich nicht erklären. Frau hängt dann noch länger in den Seilen eh es zur Erholung kommt. Solche Signale im Fernsehen zu setzen erregt bei mir Übelkeit. Anstehen für die nächste Chemoflasche? Ein Armutszeugnis für die Klinik. Meine erste Chemo hat 10 Stunden gedauert weil der Körper das Eibensäftchen nicht wollte. Ich wäre aus den Latschen gekippt. Gibt es so was wirklich? Kein Port und nur 4 Chemos? Was haben die der Frau für eine Chemo gegeben? Die hätte ich auch ganz gern gehabt, vielleicht hätte ich dann jetzt auch Gefühl in den Fußsohlen, keine Müdigkeit, könnte mich besser konzentrieren auf Arbeit und wäre frei von diesen elendigen Knochenschmerzen und Hitzewallungen. Die zweite Frau in dem Beitrag war da schon der Realität näher. Hat keine Infos von ihren Ärzten bekommen. Die hat alles verdrängt, aber irgendwann kommt dann doch der Hammer der Erkenntnis und dann ist da so ein tiefes Loch in dem so manche nicht allein rauskommt. Als ich die Diagnose bekam hat mir auch keiner was erklärt, nur grob was mir blüht. Ich hatte nur Modem und hab ewig gebraucht um ins Internet zu kommen. Informationen zu bekommen war schwierig. Ich war froh als ich Reginas Tagebuch über ihre Chemo fand. Sie war mir immer 3 Wochen mit der TAC voraus, dass hat mir mehr geholfen als alles andere. Sie hat mir gezeigt, dass es während der Chemo auch gut und richtig ist, wenn man einfach auf dem Sofa liegt und nix macht. Danke noch mal Regina. Ich frage mich, was will der WDR mit solchen Reportagen? Die Realität ist bei jeder Behandlung anders. So richtig Sinn machen solche Reportagen nicht. Vielleicht würde das Fernsehen die Realität besser wiederspiegeln, wenn die Redakteurin selbst betroffen wäre. Ich bin mir aber fast sicher, dass das gar nicht Ziel solcher Reportagen ist.
|
| Sa, 30. Jan 2010 08:30 |
|
 |
|
Regina
.
Registriert: Di, 02. Okt 2007 19:54 Beiträge: 3403 Wohnort: Otterndorf
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
Ich lese hier die unterschiedlichen Betrachtungen, selbst Betroffener, zu einer Sendung. Eine Sendung, die unter der Überschrift läuft... "Menschen hautnah"... in diesem Fall, Menschen, 2 Frauen mit BK. In der Vielfalt der Menschen fanden sich diese beiden, für die sich die Redakteurin entschieden hat. Warum diese beiden? Ich könnte aber auch fragen, warum denn nicht diese beiden? Sie werden nicht wirklich eine Seltenheit sein, meine ich, unter den vielen BK Patientinnen.
Die Sendung griff für mich, sachlich dar gestellt, die vielen Facetten auf, die diese Diagnose am Anfang mit sich bringt. Und es geht ja um den Anfang, um das Begleiten einer Frau in ihrer ersten Zeit. Die eine Frau, gerade eben erfahren, das ein Knoten in ihrer Brust ist, ihr Umgang mit der frischen Diagnose, der Terminmarathon, das sich Verloren fühlen in dieser Maschinerie, die "Kälte" der Klinik in einer Zeit, in der wir alle nur eins suchten... Wärme, Schutz, Hoffnung... die aber nicht zu finden ist, wenn es um die gesamte Vordiagnostik, bis hin zur OP, Chemo, Bestrahlung, geht. Ihren weiterer Umgang mit ihrer Diagnose will ich nicht abwerten, jede tut das, was sie kann, was sie braucht. Ich schrieb es schon im ersten Beitrag, ich habe in meiner Zeit, in der ich meine onkologische Praxis aufsuche (inzwischen 2 Jahre) einige Menschen kennen gelernt, die wie Hanna mit ihrem Krebs umgehen. So erzählte mir beim letzten Chemodurchlauf eine "Hanna", gerade operiert, 1. Chemo an diesem Tag, das ihr Chirurg ihr gesagt habe, sie habe keinen Krebs, das soll sie sich immer wieder sagen, daran fest glauben Aha! Ich fragte sie, warum sie dann eine Chemo erhielte, was denn da der Grund sei. Antwort... der Chirurg habe gesagt, da sie keine Metastasen habe, spräche man nicht vom Krebs, sondern davon, das man ihr "nur einen Tumor" aus der Brust operierte. Einen gutartigen Tumor, der ja nicht gestreut habe. Erst dann, wenn der Tumor schon Metastasen gebildet hätte, spräche man von Krebs. Sie war davon sehr überzeugt! Laut lachend, aber mit Tränen in den Augen sagte sie, daran glaube ich ganz fest, ich habe keinen Krebs. Und die Chemo erhalte ich nur, damit kein Krebs daraus entstehen kann. In diesem Moment kam ihr 13 jähriger Sohn und sie sagte zu ihm, gell, Mama ist nicht krank, hat keinen blöden Krebs. Bei mir zog sich alles zusammen, wirklich! Aber, sie will es so leben, sie braucht es so, nichts anderes! Soll ich, wollen wir ihr das zerstören? Warum? Es ist ihr Weg, ihre Art damit umzugehen, jede wie sie kann! Der Arzt gab ihr das, was ihr in dieser Zeit gut tat.... auch wenn diese Informationen völlig Schwachsinnig sind.
Die andere Frau, die Bilder ihrer Chemo, der Umgang damit in dieser Zeit, ist kein Einzelfall. Auch diese erlebe ich in der onkologischen Praxis. Sie kommen, "mal eben" während der Arbeitszeit, um sich ihre Chemo zu holen, nehmen sich nur mal 1 - 2 Austage, wenn überhaupt, um danach weiter ihren Job zu leisten. Sie könnten dies, es ginge ihnen recht gut. Tja, da mögen die ganz Strebsamen sein, wie auch die Frau im Bericht, aber da gibt es auch die Frauen, die Angst um ihren Job haben, Alleinerziehende, die funktionieren "müssen," um die Familie am laufen zu halten. Und ja, vielleicht wollen sich einige, mit dem Weiterarbeiten beweisen, das sie "gesund" bleiben. Diese kurzen Abrisse allein können mir kein wirkliches Bild über das Erleben, Innenleben einer Erkrankten geben.
Ich sah bei dieser Frau sowohl die Ängste (in wenigen Nebensätzen), als auch die Hoffnung. Das sie so Taff dar gebracht wurde, implizierte für mich nicht, das wir anderen alle, die dies nicht leisteten, leisten konnten, Jammerlappen und Drückeberger sind.
Es waren eben 2 Frauen, Menschen hautnah, die diese Reportage zeigte. Eine Reportage von vielen, die ich in den letzten Jahren sah, mit unterschiedlichsten Menschen, mit unterschiedlichsten Verläufen, dem unterschiedlichsten Umgang, teilweise mit der harten, nackten Realität, die der Krebs oft bietet....der Kampf ums überleben, bis hin zum Siechtum, bis hin zum Tod. So lief im Dezember... "Ich will ja leben"... eine Frau, die in der ersten Zeit ihrer Erkrankung, Behandlung ein Videotagebuch erstellte. Sie zeigt die Seite, in der sich wohl viele wieder finden....
Regina
_________________ "Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird." Winston Churchill
wolkengedanken.de
|
| Sa, 30. Jan 2010 11:10 |
|
 |
|
Oona
Mitglied
Registriert: Mi, 04. Nov 2009 01:32 Beiträge: 37 Wohnort: NRW
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
Hallo!
Regina, Du hast ganz sicher recht, wenn Du sagst, dass es Frauen wie die beiden im Bericht dargestellten sicher auch (und auch sicher nicht unbedingt selten) gibt und es von daher der Redakteurin nicht anzukreiden ist, sich für diese beiden entschieden zu haben – mal ganz davon abgesehen, dass man ja nun auch erstmal Frauen finden muss, die bereit sind, sich in derart intimen Situationen wie der Untersuchung, OP oder dem Abrasieren der Haare überhaupt filmen zu lassen.
Soweit ist das für mich auch ganz okay. Ich finde auch nicht, dass diese Auswahl implizierte, dass nun alle, die das nicht so „gewuppt“ bekommen, deswegen Jammerlappen oder Drückeberger sind – im Gegenteil, ich bin ja durch meine Krankheit selbst ein komplettes Jahr auf der Arbeit ausgefallen.
Meine Sorge war nur einfach, dass hier Nichtbetroffenen – und da eben vor allem Arbeitgebern und Kollegen – ein Bild vermittelt wurde, dass dazu führen kann, dass sie für ihre „krank feiernden“ Kolleginnen kein Verständnis haben. Ich habe zum Beispiel auch selbst erleben müssen, dass mir ein Kollege am Telefon sagte, ein Freund von ihm habe derzeit auch Krebs und ginge neben der Chemo arbeiten, und ich habe dabei den leisen Vorwurf schon wahrgenommen. Dieser Freund war übrigens freiberuflicher Rechtsanwalt und konnte vermutlich gar nicht anders, wenn er seine Praxis nicht vor die Hunde gehen lassen wollte – und lag übrigens nach kurzer Zeit mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus, weil sein Immunsystem mit der Ansteckung durch eine Grippe nicht so einfach fertig geworden ist…
Weißt Du, ich hätte es einfach nur gerne gesehen, wenn man es etwas differenzierter dargestellt hätte, damit klar gewesen wäre, so KANN es auch sein, aber so ist es nicht immer. Die schlichte Tatsache, das Krebskranke KRANK sind, kam für mich in diesem Beitrag einfach nicht rüber.
Liebe Grüße, Oona
|
| Sa, 30. Jan 2010 12:43 |
|
 |
|
Sandra72
Mitglied
Registriert: Sa, 02. Jan 2010 21:04 Beiträge: 8 Wohnort: Baden Württemberg
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
Liebe Regina! Danke für die Videos!!! Ich finde, in diesen 2x 1,30 min. wird MEHR gesagt, als in der Reportage! Komischerweise war das genau die Idee, die ich auch mal verfolgt hatte, nach meiner ED einen Film zu machen, indem ich 2-3 Protagonistinnen eine Kamera gebe und sie sich vorwiegend selbst filmen. Ich finde, dieses Videotagebuch war einfach EHRLICH!! Und ich finds wirklich toll! Liebe Grüßla, Sandra.
|
| Sa, 30. Jan 2010 14:41 |
|
 |
|
Emma0808
Mitglied
Registriert: So, 12. Okt 2008 10:22 Beiträge: 1392 Wohnort: 65549 Limburg
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
Oona hat geschrieben: Meine Sorge war nur einfach, dass hier Nichtbetroffenen – und da eben vor allem Arbeitgebern und Kollegen – ein Bild vermittelt wurde, dass dazu führen kann, dass sie für ihre „krank feiernden“ Kolleginnen kein Verständnis haben. ist…
Die Befürchtung habe ich weniger, da ich glaube dass kaum ein Nichtbetroffener sich eine solche Sendung ansieht.
_________________ Liebe Grüße Lena

Mit wem Du gelacht hast, kannst Du vielleicht vergessen - mit wem Du geweint hast, nie (Arabische Weisheit)
|
| Sa, 30. Jan 2010 16:41 |
|
 |
|
carmen
Mitglied
Registriert: Sa, 08. Dez 2007 10:08 Beiträge: 82 Wohnort: Sachsen
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
Kann mich Sandra voll und ganz anschließen. Danke Regina für die Trailer. Die kurzen Ausschnitte sagen und zeigen viel mehr von der Krankheit. Da kann ich mich eher sehen und mein Innenleben zum Zeitpunkt der Diagnose. Nochmals Danke. LG Carmen
|
| Sa, 30. Jan 2010 16:50 |
|
 |
|
Richi
Moderatorin
Registriert: Fr, 05. Okt 2007 14:27 Beiträge: 1359 Wohnort: Oldenburg
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
Ich habe zwar den Bericht nicht gesehen, glaube aber dass es kein Wunder ist, dass in dem Bericht nur nebenbei Krebs habende Frauen vorkommen.
Wenn ich mich an meine Chemogaben erinnere, sehe ich mich blaß, abgemagert und völlig fertig auf der Station sitzen. Meine Gesichtsfarbe war bestimmt auch nicht die rosigste. Wenn mich da eine TV- Trulla gefragt hätte ob sie mich durch die Chemo hätte begleiten dürfen hätte ich bloß mit dem Kopf geschüttelt. Dazu wäre ich echt nicht in der Lage gewesen. Mehr noch: ich hatte den Eindruck, dass andere die Chemo wesentlich besser wegsteckten und das zog mich noch weiter runter. Den Eindruck hatte ich nicht zuletzt wegen einer "hach-was-wollt-ihr-eigentlich-ich-gehe-jeden-Tag-zur-Arbeit"-Frau, die in einem anderen Forum umtriebig war, wogegen ich außer Extrem-Couching nichts zustande brachte. In einer solchen Situation sind natürlich viele und ich denke mir, dass auch andere nicht ins Fernsehen wollen, wenn es einem einfach nur Scheibe geht. Das überlässt man dann lieber denen, die den Mist auf einer Backe absitzen. Denen, die genug Power haben. Oder denen, die glauben genug Power zu haben. Was manchmal die gleichen sind.
_________________ Richis blog
|
| Sa, 30. Jan 2010 18:43 |
|
 |
|
suze2
Mitglied
Registriert: Di, 08. Jan 2008 17:21 Beiträge: 1394 Wohnort: Wien
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
danke regina, für die videos. postbussi suzie
_________________ drei hasenherzen tanzen im mondschein im wiesenwinkel am see das eine ist eine löwin das andere eine möwin das dritte ist ein reh (frei nach christian morgenstern)
|
| Sa, 30. Jan 2010 19:04 |
|
 |
|
Sushiiee
Moderatorin
Registriert: Fr, 21. Mär 2008 18:21 Beiträge: 464 Wohnort: 38116 Braunschweig
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
Die Videos sind wirklich gut, der Beitrag (hab ich mir eben angeschaut) ist nicht sooo doll. Bei einigen Szenen dachte ich, das war bei mir auch so, manches fand ich für die beiden Frauen sehr unschön. Angestanden hätte ich nicht gern, durch ein Krankenhauswirrwar allein durchfinden auch nicht. Der Ehemann und die Schwester standen super zur Seite. Und jeder nimmt die Krankheit anders an, oder nicht.
_________________ Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen!
Susi
|
| Sa, 30. Jan 2010 20:53 |
|
 |
|
lacrima
Mitglied
Registriert: Sa, 27. Okt 2007 01:03 Beiträge: 279
|
 Re: TV heute - Der Knoten in meiner Brust
deinem letzten posting, regina, kann ich mich anschließen, jedem einzelnen wort. die reportage mit dem videotagebuch habe ich auch gesehen.
wie habe ich die reportage vom wdr empfunden....?
da wurden 2 völlig unterschiedliche frauen mit brustkrebs gezeigt und genauso unterschiedlich gingen sie mit ihrer diagnose um. SIE gingen mit ihrer diagnose, mit ihrer therapie so um, wie SIE es für sich richtig fanden.
2 frauen unter tausenden, die ihren weg gingen. so wie ich und dabei hab ich keine sekunde daran gedacht, wie mein weg bei all den anderen ankam.
keine brustkrebserkrankte frau passt in ein schema und das wurde, meiner meinung nach, sehr gut rübergebracht. 2 extreme, die unterschiedlicher nicht sein konnten und dazwischen ist jede menge platz.
_________________ grüße ingrid
|
| So, 31. Jan 2010 01:41 |
|
 |
|
Wer ist online? |
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast |
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|